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Raumluft

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Nach DIN EN 13779 wird die Raumluft bis 800 ppm CO2 = 1,5g/cbm als gut, bis 1400 ppm = 2,5 g/cbm als mittel bis mäßig und darüber als niedrig eingestuft. Die MAK d.h. die Konzentration, der man täglich 8 Stunden und wöchentlich 40 Stunden ausgesetzt sein darf, liegt bei 9,1 g/cbm. Bei 18g/cbm sollen Schläfrigkeit, bei 48g/cbm gesteigerte Herzfrequenz und erhöhter Blutdruck auftreten. (Daten aus Wikipedia: Kohlendioxid)

Nun fällt die Raumgröße ins Gewicht. Deshalb wird ein kleiner Raum mit 20 qm Grundfläche und 2,5m Deckenhöhe angenommen. Der Ethanolkamin produziert nach deren Angaben 370 g CO2 und verbraucht 400g O2 in einer Stunde. Bei 800 ppm CO2 dürften in unserem Raum nach einer Stunde 75g, bei 1400 ppm CO2 125g und bei der MAK 455g CO2 in der Luft sein. Die gesundheitlichen Schäden würden bei 900g bzw. 2400g CO2 auftreten. Somit würden die 370 g entstandenes Kohlendioxid die Qualität der Raumluft heruntersetzen, aber nicht die MAK überschreiten und keinesfalls die angegebenen gesundheitlichen Probleme verursachen. Die 75g werden übrigens von zwei erwachsenen Personen, die sich in dem Raum befinden, in einer Stunde locker ausgeatmet.

Außerdem wurde bewusst ein kleiner Raum angenommen. Weiter sind die Grenzwerte subjektiv und daher kritisch zu bewerten. Dass der Raum innerhalb einer Stunde nicht immer geschlossen ist, sondern sicher durch Öffnen der Tür ein Luftaustausch eintritt muss auch noch berücksichtigt werden.

Der Hauptangriffspunkt ist aber der Sauerstoffverbrauch. Hier ist die Argumentation definitiv falsch. Da in „unserem“ Raum in der Luft 13,7 kg Sauerstoff sind, wird zwar ein Messgerät den Verbrauch von 400 g Sauerstoff, das sind 2,9%, aber kein menschlicher Organismus diese Abnahme feststellen können bzw. darauf reagieren. Übrigens ist schon lange bekannt, dass nicht das Wegfressen des Sauerstoffs bzw. der mangelnde Sauerstoff die „schlechte“ Luft verursachen, sondern die CO2 – Konzentration, wenn sich viele Personen in einem Raum befinden, abgesehen von den sonstigen „Ausdünstungen“.

Dr. Roland Schmid, Dipl.-Ing. (Chemie) /Mikrobiologe - 23.11.2010